Prof. Erich Schöndorf zur Mobilfunkpolitik: „Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Front zusammenbricht“


Professor Erich Schöndorf ist der Öffentlichkeit vor allem als Staatsanwalt im legendären Holzschutzmittelprozess bekannt. Er beschäftigt sich auch mit der Mobilfunkproblematik. In der Neuen Juristischen Wochenschrift 02/2009 gab er folgendes Interview:

 

NJW: Warum tun sich Strahlenopfer von Mobilfunkmasten so schwer, ihre Rechte erfolgreich durchzusetzen?

 

Prof. Schöndorf: Vorrangig ist das kein juristisches sondern ein politisches Problem. Für ungefähr 100 Milliarden DM hat die Bundesrepublik seinerzeit die UMTS-Lizenzen verkauft und jetzt wollen die Käufer ihre Rechte zu Geld machen. Flächendeckende erfolgreiche Klagen würden da sehr stören. Der Staat hat das schon geahnt und entsprechend hohe Grenzwerte festgelegt, die sich medizinisch allerdings nicht begründen lassen. Eine im Zweifelsfall den Konzerninteressen verpflichtete Justiz exekutiert diese Grenzwerte und weist die Klagen ab.

 

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