Strahlung Mobilfunkantenne: Fragebogen-Aktion: Ein Test auf Herz und Nieren


Erschienen in Frankenpost,  Ressort Naila am 28.01.2009 00:00


Fragebogenaktion

 

Die Stadt Selbitz und mehrere Hausärzte wollen herausfinden, ob sich die Strahlung, die von der Mobilfunkantenne in der Feldstraße ausgeht, negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirkt.


Ein Test auf Herz und Nieren

 

Zusammen gingen am Montagabend Dorothea Haase von der Initiative Risiko Mobilfunk (IRM), Dr. Horst Eger und der Selbitzer Bürgermeister Klaus Adelt (von links) den Fragebogen durch, der in diesen Tagen an alle Erwachsenen in einem Umkreis von 400 Metern um die Mobilfunkantenne in der Feldstraße sowie an eine Anzahl zufällig ausgewählter Selbitzer verteilt werden soll.

Noch in dieser Woche soll in Selbitz eine Fragebogenaktion anlaufen, um Erkenntnisse über mögliche gesundheitliche Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung im Bereich der Feldstraße zu gewinnen. Am Montagabend stellten der Selbitzer Bürgermeister Klaus Adelt, der mit der Studie beauftragte Nailaer Arzt Dr. Horst Eger und Dorothea Haase von der Initiative Risiko Mobilfunk (IRM) die Aktion im Detail vor. Wichtig für alle, die einen solchen Fragebogen bekommen: Die Umfrage erfolgt absolut anonym. Dies sicherten Eger und Adelt gleichermaßen zu. Angeregt hatte die Umfrage die Initiative Risiko Mobilfunk.


Die Fragebogen sollen, wie Bürgermeister Klaus Adelt erklärte, an alle Bürger über 18 Jahre in einem Umkreis von 400 Metern um die Mobilfunkantenne auf dem städtischen Hochhaus in der Feldstraße verteilt werden, ebenso an weitere, zufällig vom Computer ausgewählte Personen von A bis Z. Die von der Stadt Selbitz in Zusammenarbeit mit mehreren niedergelassenen Ärzten initiierte Gesundheitsbefragung sei in drei Teile gegliedert: Da sei zunächst das Anschreiben, in dem ausdrücklich nochmals darauf hingewiesen wird, dass die Befragung freiwillig sei und jedem Befragten strenge Anonymität zugesichert wird. Dazu komme ein Personaldatenblatt, zu dem auch eine Einverständniserklärung gehört, dass die dokumentierenden Ärzte den Fragebogen anonym auswerten dürfen, und schließlich der 88 Fragen umfassende Fragebogen selbst.

 

Drei Teile


Die Befragten werden gebeten, die ausgefüllten Fragebogen und die Personaldaten in einem Kuvert entweder bei ihrem Hausarzt abzugeben oder an die Praxis Dr. Eger, Marktplatz 16, 95119 Naila, zu schicken. Die Kuverts können auch im Selbitzer Rathaus abgegeben werden. Die Stadtverwaltung werde die Briefe ungeöffnet an Dr. Eger weiterleiten. In dessen Praxis würden die Personaldaten vor der weiteren Auswertung getrennt, um die Vertraulichkeit zu gewährleisten. Eger fügte hinzu, dass die Personendatenblätter bei ihm in der Praxis einem anonymen Zahlenschlüssel zugeordnet würden. Die Personendaten unterlägen der ärztlichen Schweigepflicht. Die Auswertung der anonymisierten Fragebogen (ohne die Personendatenblätter) erfolge dann über die Stadt Selbitz. Im Namen der Initiative Risiko Mobilfunk (IRM) dankte Dorothea Haase dem Bürgermeister, dass er die Gesundheit der Bevölkerung, wie er im September betont habe, ernst nehme, ebenso Eger, der die Umfrage begleite und auswerte. Alle Beteiligten investierten in diese Gesundheitsbefragung viel Zeit und Engagement. Die Selbitzer Mobilfunkinitiative will nach Worten von Dorothea Haase noch einen Motivationsbrief in der Bevölkerung verteilen. Weiter plane die Initiative einen Infoabend mit Filmvorführung und Büchertisch. Der genaue Termin werde noch bekannt gegeben. Wer Fragen zu der Aktion oder zum beim Ausfüllen der Bogen habe, könne sich an folgende Kontaktpersonen wenden: Dorothea Haase, Telefon 98 47 66, Jürgen Thomä, Telefon 82
47 (nach 17 Uhr) und Heike Ludwig (Telefon 58 32). Dorothea Haase wie auch Dr. Eger und Bürgermeister Adelt baten darum, sich möglichst zahlreich an der Befragung zu beteiligen. Die Erhebung werde umso aussagekräftiger, je mehr der angeschriebenen Bürger sich beteiligen.


Von Thomas Hampl
Alle Rechte vorbehalten.

Teilnahme am Test möglich?


Die Fragebogenaktion des Dr. Eger in der oberfränkischen Stadt Naila wurde im Auftrag der Stadt Selbitz durchgeführt und ist abgeschlossen. Derzeit erfolgt die Auswertung der erhobenen Daten. Die Aktion diente zur Ermittlung, welche Symptome in der Nähe des Funkmastes Feldbergstrasse auftreten.

 

Wir werden Sie über das Ergebnis unterrichten.